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SPD Babenhausen

Bedeutung der unabhängigen Gebührenordnung für Familien

 Drei exemplarische Fälle der Auswirkungen von einkommensunabhängigen Kitakosten

Yvonne H., Mutter von zwei Kindern musste sich nie finanzielle Sorgen machen. Ihr Mann verdiente gut und sie konnten sich vieles leisten. Seit Kurzem ist das Vergangenheit. Ihr Mann hat sich für eine andere Frau von ihr getrennt. Sie musste mit ihren Kindern ausziehen und kam zunächst bei ihrem Vater Willi in der Nachbargemeinde Schaafheim unter. Die Kinder litten sehr unter der Trennung der Eltern, vor allem die damals zwei Jährige Maria begriff nicht, warum der Vater nicht mehr bei ihnen leben wollte. 

Kurz vor dem dritten Geburtstag der kleinen Maria hatte Yvonne die Möglichkeit, als Teilzeitkraft in der Innenstadt zu arbeiten. Mit ihren 850 Euro Gehalt käme sie allein fast zurecht. Mit Hilfe des Frauenforums, konnte ihr Ex-Mann überzeugt werden, mehr als den Mindestunterhalt im Monat zu zahlen – endlich raus aus Hartz IV! Endlich wieder auf den eigenen Beinen stehen!

Doch dann kam der Zeitungsartikel und Infos aus diversen Kitaeinrichtungen: Immense Preiserhöhung in den Kitas!

Innerhalb nur einer Woche war Ihr Leben wieder auf den Kopf gestellt! Die neuen Preisstrukturen in den Kitas kann sie sich nicht leisten. Wenn sie nicht arbeitet, werden die Kosten für die Kita vom Kreis übernommen – „durch die Sozialleistungen habe ich monatlich mehr Liquidität als wenn ich arbeite“ – also was tun? „Mir ist es unangenehm Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen, aber mir bleibt nichts Anderes übrig. Ich will arbeiten und raus aus Hartz IV – vor allem, denke ich auch an meine Zukunft. Ich muss meinen Beitrag für die Altersvorsorge leisten, sonst droht die Altersarmut!“

Wir möchten hier nochmal explizit betonen, dass sich die SPD sowohl in der Kita-Konsolidierungsgruppe, als auch im Sozialausschuss sowie in der Stadtverordnetenversammlung gegen eine einkommensunabhängige Gebührenerhöhungen ausgesprochen hat.

 

Max (11 Monate), Paul (3 Jahre), Björn (5 Jahre), Susanne (33 Jahre) und Daniel (36 Jahre)

… „wir wollten schon immer viele Kinder und wurden mit drei Jungs beschenkt“, sagt Papa Daniel voller Stolz. Mit einem Mädchen habe es leider bisher nicht geklappt, ergänzt Susanne schmunzelnd. Susanne ist Diplom-Sozialpädagogin und hat Ihre Karriere nach hinten gestellt, um für die Erziehung ihrer Kinder da zu sein. „Viele finden uns zu traditionell“, so Susanne. Der Mann geht arbeiten und die Frau hütet das Heim und Kinder, „aber uns war es wichtig, dass unsere Kinder nach dem Kindergarten oder der Schule zu Hause einen Elternteil vorfinden und wer könnte das besser als die Mama?" Aber inzwischen hat sich etwas geändert: die finanzielle Situation!

Familie Friedrich hat mit dem Gedanken gespielt, ihren Jüngsten schon ab dem 12. Lebensmonat in die Kita zu geben (mtl. Kosten für alle drei Kinder ca. 550 €), damit Susanne bei der Stadt Seligenstadt einen Halbtagsjob antreten kann (Verdienst ca. 1.200 €).

Im November haben die Elternbeiräte informiert, dass es zu exorbitant hohen Beiträgen kommen soll. „Durch die Zeitung haben wir dann erfahren, wie hoch es angedacht war. Es war für uns ein Schock!“

Mit dem angedachten Preis-Modell hätte Familie Friedrich ca. 900 € zahlen müssen! Was Familie Friedrich am meisten sauer aufstößt ist, dass es bezüglich des „Produkts Kindergarten“ keinerlei Informationen gab. „Hätte Herr Knoke sich nicht bereiterklärt, einen Informationsbesuch bei der Kita Wichtelwald im Rahmen der Gesamtelternbeiratswahl zu machen, wäre es einfach durch die Stadtverordnetenversammlung und wir würden jetzt blöd gucken!“ „Man fühlt sich hilflos“, resümiert Vater Daniel, „man wird inzwischen dafür bestraft, dass man Kinder hat“.

Generell empfinden sie, dass zu wenig Transparenz und Informationsaustausch herrscht, erst durch die jetzige Situation haben sie vom Pflegenest in Langstadt erfahren. „Wir haben mit vielen Eltern gesprochen. Sie sind hellauf begeistert und wünschen sich weitere Pflegenester“.

„Wir hätten eigentlich gerne noch eine weiteres Kind, aber was bringt die Zukunft und wer denkt eigentlich an die Kinder?“, fragt sich Mutter Susanne. Eine gute Frage, denn wer schon mal eine Stadtverordnetenversammlung besucht hat, der weiß, dass es in erster Linie um blanke Zahlen geht, und der soziale Aspekt außen vor ist. Hauptsache das Defizit wird geschlossen, koste es was es wolle. "Sind Kinder wirkliche der Schlüssel der Zukunft?“, fragen sich Susanne und Daniel.

 

Mareike (5 Jahre), Julia (32) und Florian (41)

Julia und Florian arbeiten beide am Frankfurter Flughafen. Er ist für die Software am Flughafen zuständig und sie ist in der PR-Abteilung beschäftigt. Sie kommen ursprünglich aus Wiesbaden. „Wir haben uns wegen der guten infrastrukturellen Lage für Babenhausen entschieden. 300€ für den Quadratmeter fanden wir sehr preiswert, in Wiesbaden hätten wir das Dreifache bezahlt. Nicht nur die Infrastruktur und die preiswerten Grundstücke waren ein Argument, sondern auch das Kinder- und Jugendprogramm, über das sie sich vorher ausgiebig informiert hatten, hat sie beindruckt. „Wir fanden es bemerkenswert, dass jeder Ortsteil seine Einrichtung hat, viele Vereine, Bürgerhäuser und Hallen, das ist nicht alltäglich.“

Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. „Babenhausen hat nicht nur einen Imageschaden erlitten, sondern auch an Attraktivität verloren“, sagt Florian. Familien, die im höheren Gehaltssegment liegen, werden sich gut überlegen, ob sie in Babenhausen leben wollen. Wir werden unser Kind ganztags abgeben und mit der Gebührenerhöhungin den sauren Apfel beißen müssen. Bei der Reduzierung der Kitazeiten aber raubt man uns natürlich jegliche Flexibilität. Familie Schwerer prüft derzeit, ob für sie die Möglichkeit besteht, ihr Kind im hauseigenen Kindergarten am Flughafen "Terminal for Kids" unterbringen zu können. Doch sie stellen sich auch die Frage, was das für ihr Kind bedeutet. Die Freunde aus dem Kindergarten wird es in der Schule nicht wieder treffen.

 

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